Beitrage Zur Geschichte Der Zentrale Des Deutschen Archaologischen Instituts: Herausgegeben Von Ortwin Dally, Ulrike Wulf-Rheidt Und Philipp Von Rummel
1911/1912 liessen sich Theodor Wiegand ? der damalige Direktor der Antikenabteilung der Museen in Berlin und spatere Prasident des Deutschen Archaologischen Instituts (DAI) ? und seine Frau Marie (geb. von Siemens) von dem beruhmten Architekten Peter Behrens ein Privathaus in Berlin-Dahlem bauen. Verschiedene Publikationen haben sich bereits mit dem prominenten Gebaude und seiner Geschichte beschaftigt. Der vorliegende Band mochte diesen Fokus erweitern und sich der Geschichte der Zentrale des DAI als Forschungsabteilung ...
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1911/1912 liessen sich Theodor Wiegand ? der damalige Direktor der Antikenabteilung der Museen in Berlin und spatere Prasident des Deutschen Archaologischen Instituts (DAI) ? und seine Frau Marie (geb. von Siemens) von dem beruhmten Architekten Peter Behrens ein Privathaus in Berlin-Dahlem bauen. Verschiedene Publikationen haben sich bereits mit dem prominenten Gebaude und seiner Geschichte beschaftigt. Der vorliegende Band mochte diesen Fokus erweitern und sich der Geschichte der Zentrale des DAI als Forschungsabteilung widmen, die seit 1957 ihren Hauptsitz im sogenannten Wiegandhaus hat. Zusatzlich zu jenen Kapiteln, die die grosseren historischen Entwicklungslinien der Zentrale zeichnen, geben die Leiterinnen und Leiter der an der Zentrale angesiedelten Forschungs- und Infrastruktur-Referate Uberblicke uber die Geschichte ihrer Arbeitseinheiten und prasentieren damit die Ergebnisse umfangreicher Recherchearbeiten in den Archiven des DAI zu diesen Themenkomplexen. Markiert wird der Beginn der Geschichte der Zentrale in Berlin mit dem Umzug Eduard Gerhards im Jahre 1833 von Rom nach Berlin. Keimzelle der Zentrale war neben dem Sitz des Prasidenten zunachst die Redaktion, die mit der Herausgabe des Archaologischen Anzeigers und des Jahrbuchs des DAI entscheidend dazu beitrug, Deutsch als Wissenschaftssprache in der Archaologie zu etablieren, und damit der Zentrale schon im 19. Jh. ein eigenstandiges Profil verlieh. Daneben beherbergte das Wiegandhaus lange auch das Archiv der Zentrale, das aus dem 1929 gegrundeten Gelehrtenarchiv hervorgegangen ist und neben dem Archiv der Abteilung Rom das grosste im gesamten Arbeitsbereich des DAI ist. Heute wird die Forschung an der Zentrale in erster Linie von Querschnittsreferaten gepragt - dem 1973 gegrundeten Architekturreferat, dem 1999 gegrundeten IT-Referat und dem 2003 an die Zentrale angegliederten Referat fur Naturwissenschaften. Hinzu kommen wichtige Laboratorien der Forschung wie z. B. die Bibliothek, heute einer fur die Fachdisziplin Klassische Archaologie insbesondere im Berliner Raum wesentlichen Einrichtung.
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